Unter kundiger Führung mit Gleichgesinnten neue Gegenden entdecken: Das ist auf den Spaziergängen und Wanderungen möglich, die viele Kirchgemeinden organisieren. Wir haben den Silberclub Bümpliz begleitet.
Während sich in manchen Schweizer Städten Krawalle anbahnen, treffen sich 14 Mitglieder des Silberclubs um 7.45 Uhr auf dem Perron 2 am Europaplatz-Bahnhof. Auch wenn sie nicht alle silberfarbene Haare haben, so sind sie doch mehrheitlich über 65 Jahre alt. Ebenfalls da ist die Wanderleiterin Susanna Mettler. Der zweite Wanderleiter, Max Oetiker, und zwei weitere Mitglieder steigen in Bern zu. Es ist Montag, 1. Mai, und es regnet. Das nasse Wetter hat nur wenige Mitglieder dazu bewogen, den Tag anders als mit Wandern zu verbringen: Die Mehrheit des Silberclubs ist dabei und erst noch guter Dinge.
Mit dem Regionalzug geht es bis Biel und danach weiter nach Grenchen. Dort begrüsst Max Oetiker die Anwesenden und erklärt den Tagesablauf: Mit dem Bus werden wir nach Lommiswil fahren, wo der örtliche Restaurantbetreiber extra für uns seinen Ruhetag unterbricht. «Wir kehren vor jedem Wanderstart zu Kaffee und Gipfeli ein. Denn bei uns ist die Geselligkeit so wichtig wie die Bewegung», erklärt Max Oetiker. Auch Rücksichtnahme wird grossgeschrieben: Wir fahren nicht auf dem schnellsten Weg nach Lommiswil, sondern so, dass stets genügend Umsteigezeit bleibt und im Bus alle einen Sitzplatz haben.